Podologie

Heilkunde am Fuß

Viele Menschen haben so ihre „liebe Not“ mit den Füßen und gehen deshalb von Zeit zur Zeit oder auch regelmäßig zur Fußpflege, ohne vielleicht zu wissen, ob es sich um einen versierten Fußpfleger handelt. Denn gerade wenn Probleme mit den Füssen oder Zehen auftreten oder sogar akut Schmerzen vorhanden sind, ist es besonders wichtig, sich in professionelle Hände eines medizinischen Fußpflegers bzw. Podologen (Heilkunde am Fuß – abgeschlossenes Studium mit Abschlussprüfung)zu begeben. Nur wer eine Anerkennung und eine Ausbildung/Studium an einer staatl. anerkannten Schule absolviert hat, darf sich medizinische Fußpfleger/Podologe nennen. Eine abgeschlossene Berufshaftpflichtversicherung als PODOLOGE muss vorliegen ebenso wie eine Zulassungs-und Betriebs-Nummer bei der Berufsgenossenschaft.

In Deutschland darf sich leider jeder „Fußpfleger“ nennen. Dieser Begriff ist nicht geschützt. Eine Ausbildung muss nicht absolviert werden! Als Beruf ist diese Bezeichnung nicht zugelassen und wird daher auch z.B. bei der Berufsgenossenschaft nicht anerkannt. Ein Fußpfleger darf KEINE DIABETIKER oder Patienten mit Blutverdünnung behandeln. Ebenso keine Hühneraugen oder Warzen behandeln, keine eingewachsenen Nägel entfernen usw. Ein Fußpfleger darf lediglich Nägel kürzen, feilen und eincremen bzw. massieren. Mehr nicht! Das muss sich kosmetische Fußpflege oder „Pediküre“ nennen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die HYGIENE. Ein Ultraschallgerät und ein Sterilisator oder Autoklav müssen vorhanden sein! Nur das Besprühen der Zangen und Bohrer mit einem Desinfektionsmittel ist nicht genug! Ein Podologe arbeitet normalerweise ausschließlich mit Papierhandtüchern und schützt sich und SIE durch Mundschutz, Handschuhe und Schürze. Hierfür gibt es entsprechende Vorschriften. Fehlt diese Ausstattung, kann dies zur Folge haben, dass Sie sich mit Fuß – oder Nagelpilz (oder Viren etc.) infizieren können – und um diesen wieder los zu werden, bedarf es ebenfalls einer professionellen Beratung und Behandlung. Leider helfen die so oft angebotenen Nagellacke aus der Apotheke nicht viel und bringen kein befriedigendes Ergebnis. Lassen Sie sich bei Ihrem Podologen beraten – denn Fuß- und Nagelpilz sind keine „Kleinigkeit“. Und WARZEN sind eine Viruserkrankung und müssen behandelt werden! Der Hautarzt ist bei Fußpilz/Nagelpilz und Warzenentfernung nicht der richte Ansprechpartner!

Und der HAUSARZT (sprich Allgemein-Mediziner) hat keine Instrumente und auch kein fachliches WISSEN über Füße – eingewachsene Fußnägel müssen heute auch nicht mehr entfernt (gezogen) werden – diese Beratung und Behandlung gehört in die HÄNDE EINES PODOLOGEN!!

Die Podologie ist die Heilkunde am Fuß und umfasst mehr, als nur die normale medizinische Fußpflege. Hier kommen richtig angepasste Fuß- und Nagelkorrekturmaterialen zum gezielten Einsatz. Eine genaue Untersuchung Ihrer Füße (auch bei Kindern!) im Hinblick z.B. auf Fußfehlstellungen und eine genaue Anamnese sind beim Erst-Termin beim Podologen selbstverständlich. Bedenken Sie, schmerzende Füße – egal ob an den Zehen, Fußsohle, Fußferse oder am ganzen Fuß schränken die Lebensqualität erheblich ein. Wer schon einmal mit einem Fersensporn zu tun hatte oder einige Hühneraugen oder Warzen an der Fußsohle verspürte oder mit eingewachsenen Nägeln seine Mühe hat, der weiß, wovon ich spreche… Aber das muss nicht sein – begeben Sie sich in kompetente Hände. Dafür gibt es seit 2006 das medizinische Berufsbild des PODOLOGEN.

Auch für Diabetiker oder Marcumar-Patienten ist eine fachlich fundierte Fußpflege wichtig und wird von vielen Krankenkassen bereits bezahlt. Durch die enge Zusammenarbeit mit der OrthopädieTechnik ist gewährleistet, dass nur Fachpersonal „an Ihre Füße“ geht und Sie hoffentlich bald wieder „wie auf Wolken“ gehen und die Sorgen und Nöte Ihrer Füße vergessen können.